
Radouš wird im Buch als eine der markantesten individuellen Gestalten tschechischer Sagen beschrieben. Meist schildert man ihn mit Eselsohren, Ziegenbart und schiefen Zähnen. Auf Radyně soll er mit einer Schubkarre voller Wagenschmiere erscheinen und seinen eigenen Schatz bewachen; zugleich wird seine Gestalt mit Stürmen und älterer Landschaftssymbolik verbunden.
Wo es erscheint
Das Gebiet um Plzeň und die Burg Radyně.
Was die alten Sagen erzählen
Radouš bewacht meist seinen eigenen Schatz und Orte auf Radyně. Die Sagen raten deshalb, den Schatz nicht zu nehmen, den Geist nicht zu verspotten und bei einem Gewitter oder einer anderen Warnung die Burgumgebung rasch zu verlassen. Ein besonderer Schutzgegenstand ist nicht überliefert.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 37
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.

