Tajemná místaATLAS DER GESCHICHTEN UND SAGEN
Geister und Wiedergänger · FABELWESEN

Die Wilde Jagd

Illustration zu Die Wilde Jagd
Farbige Illustration im Stil einer Zeichnung des 19. Jahrhunderts

Das Buch beschreibt die Wilde Jagd als lärmenden Geisterzug unter Führung des Wilden Jägers. Dunkelheit, Sturm, Hufgetrappel, Hornsignale und eine Hundemeute begleiten sie. Die Überlieferung warnt, dass ein im Wald überraschter Mensch angegriffen, fortgetragen oder anderweitig schwer geschädigt werden kann. Als Schutz galt, sich mit dem Kopf zum Boden hinzulegen oder in einem magischen Kreis zu bleiben.

Wo es erscheint

Vor allem bewaldete Randgebiete Böhmens, stellenweise auch Mähren.

Was die alten Sagen erzählen

Das Buch nennt zwei klassische Abwehrmittel: Man sollte sich mit dem Kopf möglichst nahe am Boden hinlegen oder innerhalb eines Schutzkreises bleiben. Man durfte der Jagd weder zurufen noch sich ihr anschließen oder in den Weg stellen. Am sichersten galt es, sich zu verbergen und zu warten, bis der Geisterzug verschwunden war.

QUELLEN DER ERZÄHLUNG

Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 26

Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.

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