Hier erscheint auch der Geist eines gewalttätigen Mohren namens Schwarzer Hanuš, den der Sage nach der eselsohrige Radouš selbst verwünschte. Mit einer Schubkarre umfährt er auf den höchsten Zinnen die Burgruinen, mittags unsichtbar und um Mitternacht sichtbar. Er darf nur sagen: „Kauft, kauft Wagenschmiere!“ Nach einer Fassung war er Sohn eines schwarzen Mannes und einer weißen Frau. Er lebte im Wald, fällte Bäume und kochte Wagenschmiere im Kessel, die er in den Dörfern gegen Essen tauschte. Schon Beckovský erwähnt in seiner Botin alter böhmischer Geschichten die Gespenster auf Radyně: „In der Burg halten sich allerlei Geister auf, durch die jeder, der hineingeht, irgendeine Unannehmlichkeit erleiden muss. Auch liegt darin ein großer Schatz; denn früher wurde häufig ein schwarzer Hund auf einer eisernen Truhe gesehen.“
Lage und Karte
- Ort
- Radyně- Hrad
- Gemeinde / Ausgangspunkt
- Radyně
- Bezirk / Region
- Plzeň-jih
- Land
- Tschechien
- Entfernung und Richtung
- 7 km SO von Plzně
Der Link sucht nach Radyně und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.
Ungefähre Lage · Suche nach Gemeinde oder Gebiet. Die Entfernung stammt aus den Quellen und ist keine aktuell berechnete Streckenlänge.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 296
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.