In Třeboň wurde vor allem im ehemaligen Kloster alchemistisch gearbeitet. Dort wirkten Daniel Prandtner und Petr Hlavsa von Liboslav zusammen mit der Alchemistin Salomena Scheinpflugová. Auch Václav Lavin und Bavor Rodovský von Hustiřany hielten sich hier auf. Später, unter Ferdinand II., arbeitete hier Kollart aus Passau (1627–1628). Nach einer spöttischen Bemerkung des Chronisten Březan hätten die Alchemisten hier „Gold in die Erde gesät“. Das bedarf einer Erklärung. Alchemisten drückten sich überwiegend in symbolischer Sprache aus und verwendeten besonders regelmäßig Begriffe aus Gartenbau und Landwirtschaft. Ihre Materie wurde in einer bestimmten Stufe des Prozesses „Blättererde“ genannt, in die man „Gold säen“, das heißt die rote Farbe einbringen musste. Dies war eine der Schlüsseloperationen des Großen Werkes. Säen bedeutet eigentlich kochen, also im richtigen Feuerregime fortfahren. „Sät euer Gold in die gut vorbereitete weiße Blättererde“ heißt: Arbeitet so, dass eure Materie von Weiß zu Rot übergeht. Im Jahr 1586 hielt sich der bekannte englische Magier und Alchemist John Dee hier auf und arbeitete. Er blieb zwei Jahre unter dem Schutz Wilhelms von Rosenberg, obwohl Kaiser Rudolf II. ihn des Landes verwiesen hatte.1588 arbeitete auch Edward Kelley in Třeboň. Herr Wilhelm schenkte ihm die Burg Libeřice, heute Liber, mit dem Dorf sowie mehrere weitere Güter und Dörfer. In Třeboň wohnte er in Schlosszimmern über dem oberen Tor gegenüber der ehemaligen Brauerei. Dr John Dee wurde am 13. Juni 1527 in London geboren. Er studierte in Cambridge und in den Niederlanden und lehrte später in Cambridge und Paris. Sein bekanntestes Werk ist die Monas hieroglyphica von 1564.1581 lernte er E.Kelley kennen und führte mit ihm eine Reihe nekromantischer Versuche durch, wovon Dees an der Universität Oxford aufbewahrte Tagebücher zeugen.1583 reisten sie mit Fürst Vojtěch Laski zunächst nach Polen und später nach Böhmen. In Prag wurde Dee zuerst von Tadeáš Hájek in dessen Haus am Altstädter Ring geprüft. Später führte er vor Kaiser Rudolf II. eine Verwandlung von Quecksilber in Gold vor und schenkte ihm seine Kristallkugel und seinen magischen Spiegel aus Anthrazit. Er behauptete, die Sprache der Vögel zu verstehen. Wegen politischer Ränke wurde er schließlich vom Kaiser ausgewiesen, kehrte aber heimlich zurück und hielt sich damals in Třeboň auf, wo er erneut mit E.Kelley zusammentraf.1589 rief Königin Elisabeth ihn nach England zurück und verlieh ihm das einträgliche Amt eines Präfekten von Manchester. Nach Elisabeths Tod war König Jakob ihm nicht wohlgesinnt, und Dee wollte England für immer verlassen. Er erkrankte jedoch und starb noch in England,1608 in Mortlake. (Siehe Prag und Jílové u Prahy.)
Lage und Karte
- Ort
- Třeboň
- Gemeinde / Ausgangspunkt
- Třeboň
- Bezirk / Region
- Jindřichův Hradec
- Land
- Tschechien
- Entfernung und Richtung
- 28 km SW von Jindřichova Hradce
In Třeboň wurde vor allem im ehemaligen Kloster alchemistisch gearbeitet. Dort wirkten Daniel Prandtner und Petr Hlavsa von Liboslav zusammen mit der Alchemistin Salomena Scheinpflugová. Auch Václav Lavin und Bavor Rodovský von Hustiřany hielten sich hier auf. Später, unter Ferdinand II., arbeitete hier Kollart aus Passau (1627–1628). Nach einer spöttischen…
Der Link sucht nach Třeboň und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.
Ungefähre Lage · Suche nach Gemeinde oder Gebiet. Die Entfernung stammt aus den Quellen und ist keine aktuell berechnete Streckenlänge.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 347
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.