Tajemná místaATLAS DER GESCHICHTEN UND SAGEN
Kuks · GESCHICHTE AUS DEM ATLAS

Das philosophische Bad

Die als Kurbad konzipierte Anlage wurde von Graf F. A. Špork gegründet und zwischen 1694 und 1724 erbaut. Die wenig bedeutende Quelle allein hätte keine hochgestellten Gäste angezogen. Deshalb ließ Špork zahlreiche Gebäude errichten, wie sie selbst die wichtigsten damaligen Kurorte nicht vorweisen konnten. Ihr besonderer Zweck, ihre Ausstattung und ihre gegenseitige Anordnung deuten jedoch auf eine Absicht hin, die über einen rein weltlichen Badeort hinausging. Špork „bereitete hier systematisch ein Bad für den König“, wie sich sein letztlich vergebliches Bemühen diplomatisch umschreiben lässt. Er gründete ein Haus der Philosophen. Von seinen Zimmern aus sah er das ewige Licht, das auf dem Altar der Gruft auf der gegenüberliegenden Hospitalseite von Kuks brannte. Er baute den Gasthof Zur goldenen Sonne und stellte daneben eine Statue des Herkomann—Zvykomil auf, die später zu Goliath umgearbeitet wurde. Die Rennbahn ließ er mit den Statuen von vierzig Zwergen nach Callot versehen. Die bedeutendsten Bildwerke sind die Allegorien der Tugenden und Laster vor dem Hospital. Hier und in der Umgebung stellte der Bildhauer Matthias Bernhard Braun sein Genie unter Beweis. An den Wänden des unteren Hospitalgangs befand sich ein Wandbildzyklus zum Thema Memento mori. Noch heute werden hier mehrere höchst interessante Gemälde mit hermetischem Unterton aufbewahrt. Erwähnenswert ist auch die Barockapotheke im Hospital. Im nahen Wald, „wo Heilige auf Bäumen wuchsen“, gab es verschiedene Darstellungen eines Magiers mit Zauberzeichen auf einem Band, das mit dem Namen „Sporck“ endete. Seine Initialen FAGUS, lateinisch für Buche und zugleich Franz Anton Graf von Sporck, ließ er in die Rinde mächtiger Buchen ritzen. Das war sein magischer Beschwörungsspruch. In den umliegenden Wäldern entstanden viele Einsiedeleien: die des heiligen Paulus und des heiligen Antonius sowie die des heiligen Bruno, Zur schwarzen Quelle genannt, zwischen Kuks und Kocbeře. Von 1726 bis 1733 entstand der Skulpturenkomplex Bethlehem. So umstritten es ist, ob Graf F. A. Špork die erste Freimaurerloge in Böhmen gründete, so macht ihn sein Wirken doch zu Recht zumindest zu einem Vorläufer der Freimaurer. Älteren Autoren wie Svátek und Lešehrad zufolge soll er am 26. Juni 1726 die Loge Zu den drei Sternen gegründet haben. Neuere Špork-Forschungen, etwa von Preiss, widerlegen dieses Ereignis. (Siehe Lysá nad Labem und Bon Repos.)

WO SICH DER ORT BEFINDET

Lage und Karte

Ort
Kuks
Gemeinde / Ausgangspunkt
Kuks
Bezirk / Region
Trutnov
Land
Tschechien
Entfernung und Richtung
6 km SW von Dvora Králové nad Labem
Ungefähre Lage auf der Karte

Der Link sucht nach Kuks und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.

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QUELLEN DER ERZÄHLUNG

Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 189

Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.

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