Abends nach dem Angelus erschien hier, besonders in der ehemaligen Hylvátská-Straße, heute Třebovská, der Geist des Lanškrouner Hauptmanns de Sienne oder de Suenne, den das Volk Dešvenda nannte. Er ging wie ein Schatten umher, trug den Kopf unter dem linken Arm und rollte ihn manchmal vor sich her. Man hatte ihm den Kopf erst nach dem Tod abgetrennt, weil er schon beim Begräbnis als Geist auf den umliegenden Bäumen umhersprang. Wenn er zu seinen Streifzügen aufbrach, ließ er seinen Mantel am Glockenturm liegen. Ein mutiger örtlicher Kantor soll ihn einmal genommen haben und damit geflohen sein. Dešvendas Geist verfolgte ihn bis in den Turm. Sobald der Kantor die geweihte Glocke läutete, zerfiel der Geist zu Staub. Noch viele Jahre hielt sich hier die Redensart: „Er läuft, als wäre Dešvenda hinter ihm her.“
Lage und Karte
- Ort
- Ústí Nad Orlicí
- Gemeinde / Ausgangspunkt
- Ústí Nad Orlicí
- Bezirk / Region
- In den Quellen nicht angegeben
- Land
- In den Quellen nicht bestimmt
- Entfernung und Richtung
- 10 km NW von České Třebové
Abends nach dem Angelus erschien hier, besonders in der ehemaligen Hylvátská-Straße, heute Třebovská, der Geist des Lanškrouner Hauptmanns de Sienne oder de Suenne, den das Volk Dešvenda nannte. Er ging wie ein Schatten umher, trug den Kopf unter dem linken Arm und rollte ihn manchmal vor sich her. Man hatte ihm den Kopf erst nach dem Tod abgetrennt, weil…
Der Link sucht nach Ústí Nad Orlicí und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.
Ungefähre Lage · Suche nach Gemeinde oder Gebiet. Die Entfernung stammt aus den Quellen und ist keine aktuell berechnete Streckenlänge.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 354
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.