Der Sage zufolge geschah um 1500 an einem Kreuz auf dem Ostaš ein Wunder: Ein von Geburt an blindes Mädchen wurde beim Beten sehend. Später fanden berühmte Wallfahrten hierher statt, bei denen Passionsspiele aufgeführt wurden. Ähnlich wie in Wambierzyce im Glatzer Land verließ ein als Christus verkleideter Mann in einer Prozession die Kirche und schleppte ein schweres Kreuz hinter sich her. Er musste damit mehr als vier Kilometer zurücklegen und an den vorgeschriebenen Stationen Halt machen. Neben ihm gingen vier Schergen, deren Aufgabe es war, Christus zu geißeln. Zehn weitere Männer halfen, das Kreuz zu tragen. Dahinter folgten zwölf weiß gekleidete Flagellanten, die sich zur Buße mit Geißeln blutig schlugen. Den Abschluss bildete eine riesige Zuschauermenge, die anschließend auf dem Ostaš der Kreuzigung Christi beiwohnte, ähnlich wie bei den bekannten Passionsspielen in Ammergau. Zum letzten Mal fanden die Spiele 1771 statt.
Lage und Karte
- Ort
- Police Nad Metují
- Gemeinde / Ausgangspunkt
- Police Nad Metují
- Bezirk / Region
- Náchod
- Land
- Tschechien
- Entfernung und Richtung
- 14 km N von Náchoda
Der Link sucht nach Police Nad Metují und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.
Ungefähre Lage · Suche nach Gemeinde oder Gebiet. Die Entfernung stammt aus den Quellen und ist keine aktuell berechnete Streckenlänge.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 264
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.