In der Umgebung erzählt man, der sagenhafte mährische Held Markgraf Ječmínek sei hier in einem Gerstenfeld namens Markrabina geboren worden. Er zeigte sich auch im hiesigen Schloss. Den Stuhl und den Tisch, an denen er saß, zeigt man noch heute. Im Speisesaal steht der sogenannte Ječmínek-Tisch. Wer um Mitternacht darauf klopft, dem soll Ječmínek antworten. Einmal im Jahr kommt er im Mantel der Unsichtbarkeit, setzt sich an den Tisch und speist. Einst soll dieser stets zum Mahl gedeckt gewesen sein. In Mähren heißt es, mit Ječmíneks Erscheinen brächen goldene Zeiten an. Markrabina heißt auch der Weg, über den die unglückliche, aus dem Schloss Chropyně vertriebene Herrin lief. Um Feld und Weg ranken sich viele örtliche Sagen. Hier erscheint Ječmínek stets nachts, meist in einem Buch lesend, während aus seiner Brust übernatürliches Licht strahlt. Unter der Markrabina soll auch ein sagenhaftes Heer verborgen sein, das dem Land in bösen Zeiten beistehen wird.
Lage und Karte
- Ort
- Chropyně
- Gemeinde / Ausgangspunkt
- Chropyně
- Bezirk / Region
- Kroměříž
- Land
- Tschechien
- Entfernung und Richtung
- 7 km N von Kroměříže
Der Link sucht nach Chropyně und Umgebung. Der genaue Schauplatz dieser Sage ist in den Quellen nicht belegt.
Ungefähre Lage · Suche nach Gemeinde oder Gebiet. Die Entfernung stammt aus den Quellen und ist keine aktuell berechnete Streckenlänge.
Quellen des ursprünglichen Atlas Tajemná místa · Seite 135
Diese Sage bewahrt eine volkstümliche Erzählung. Ihre Motive sind kein Beleg für übernatürliche Ereignisse.